[Saft-Kur] Saft-Kur zum selber machen

[Saft-Kur] Saft-Kur zum selber machen

Saft-Kur: Ich bin wohl der furchtbarste Bloggerin der Welt was Regelmäßigkeit angeht. Dieser Blogpost sollte im Februar erscheinen, aber da ich keine schönen Photos habe, habe ich ein wenig gezögert. ^^ Nun aber doch. Ein Photo hin oder her ändert ja nichts an der Erfahrung die ich mit euch teilen möchte. Besser spät als nie!

Dezember und Januar waren zwei sehr ereignisreiche Monate. Wer mir auf Instagram folgt (da bin ich als fithealthy_me zu finden) hat dies sicher auch in Auszügen mitbekommen, ich sage nur Gallen-OP 🙁 und neuer Job ♥. So dass es an der Zeit war den Reset-Button für das Jahr 2017 zu drücken und durchzuatmen, die Jahresziele abzustauben, Körper und Geist wieder abzuholen (sind irgendwann im Janaur irgendwie verloren gegangen) und sich neu zu  sammeln.

Was könnte da besser sein als eine Saft-Kur. Ich habe ja bereits im letzten Jahr die Kur von Kale&Me getestet und war sehr angetan.

Diesmal hatte ich eine Freundin M., die mit mir das Experiment Saft-Kur wagen wollte und als DIY-Tanten haben wir uns auch für eine DIY-Variante entschieden. Immerhin sind 80€ für 3 Tage Saft nicht gerade geschenkt…

Die Säfte

Die Rezepte für die Säfte haben wir über Pinterest gefunden bzw. auf dem Blog Vegan Food Stories. Hier gibt es einen guten Beitrag zu einer 5 Tage-Detox-Saftkur, den wir als Ausgangsbasis genutzt haben. Dort gibt es neben den Rezepten für die 4 Säfte (bzw. eher Smoothies) auch eine Einkaufsliste, was natürlich super praktisch ist.

Schon vorab war ich sehr aufgeregt wie ich denn die Säfte finden würde. Ich bin kein Rote Beete Fan und auch Karotten-Saft mag ich leider gar nicht…. Dennoch war ich felsenfest überzeugt meiner Gesundheit zuliebe dieses Experiment zu starten. Um perfekt vorbereitet zu sein habe ich die Rezepte vorab über fddb angelegt, um die Nährwerte zu haben und bin auf ein winziges Problem gestossen. Die Mengenangaben in den Rezepten haben einen gewissen Ermessensspielraum, was zum einem dazu führte, dass keine zwei Säfte gleich geschmeckt haben, und immer mit den Mengen experimentiert habe 🙁 aber auch, dass ich die Kalorien der Rezepte nur Pi mal Daumen bestimmen konnte.

Die original Rezepte findet ihr bei Vegan Food Stories, ich habe den Beitrag oben verlinkt. Ich selber habe die Säfte ein wenig abgewandelt, da ich sie, so wie sie waren, einfach nicht trinken konnte. Geschmäcker sind eben verschieden. Die Konsistenz war mir persönlich zu dick und immer eine Zutat dominierte den Geschmack, was ich als sehr unangenehm empfunden habe. Aber vielleicht war ich auch nur zu doof.

Hier meine abgewandelten Rezepte für je 1 Portion:

Red Ginger 2
1/2 Rote Beete, 1 Apfel, 1 Karotte, 1/2 Limette, 1/2 Hand Feldsalat, 1 Stück Ingwer, 200-300 ml Wasser
(ca. 150 kcal)

Green Soul 2
1 Brokkoli-Röschen, 1/2 Stange Sellerie, 1/2 Hand Spinat, 1 Apfel, 1/3 Gurke, 1 Limette, 1 Stück Ingwer, 200-300 ml Wasser
(ca. 140 kcal)

Sunrise 2
(da hat mir das Grundrezept gar nicht geschmeckt hat, habe ich diesen Saft durch eine Gazpacho ersetzt)
200 ml Dosentomaten, 1 Tomate, 1/3 Salatgurke, 1/2 Paprika, Basilikum, Sherry-Essig, Olivenöl, 200-300 ml Gemüsebrühe
(ca. 160 kcal)

Milky Sweet 2
350 ml ungesüßte Mandelmilch, 1 TL Zimt, 4 Datteln, 40g Mandeln, Vanille, Salz
(ca. 410 kcal)

Die Kur

Vorgesehen ist laut unserer Anleitung, dass 6 Säfte von je 500 ml am Tag getrunken werden. Ergo einmal Red Ginger, 2x Green Soul, 2x Sunrise und einmal Milky Sweet.  Doch bereits am ersten Tag habe ich gemerkt, dass es mir viel zu viel Saft ist, so viel Hunger habe ich einfach nicht, so dass ich jeweils nur einen Saft getrunken habe. Diese Menge hat völlig ausgereicht, um mich satt zu fühlen. Meine Freudin hat alle 6 Säfte getrunken. Also ganz wie man sich wohl fühlt.

Tag 1 verging und war ganz in Ordnung. Die Säfte waren so lala. Der Hunger und die Motivation treiben sie rein. Aber immerhin fühlte ich mich super gesund. Tag 2 war auch ok, aber der Spaß hat schon deutlich ein Loch bekommen. Zwar hatte ich keine Ausfallerscheinungen, aber die Säfte waren mir zu dick und geschmacklich einfach meilenweit von etwas entfernt, auf das ich mich wirklich freuen würde.

An Tag 3 habe ich am Morgen Rücksprache mit meiner Freundin gehalten, wie es ihr so erging, wie ihr die Säfte schmecken etc. und wir hatten beide die Nase voll. Im Gegensatz zu der Kale&Me Kur waren die Säfte eintönig geworden.

Aus der Perspektive von M.
Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von meiner Freundin M.:
Anfangen möchte ich mit dem Einkauf von 5 Gurken, 15 Äpfel, 10 Tomaten, etc. ganz für mich alleine, ein ganzer Einkaufswagen voller gesunder Sachen und eine neue Erfahrung. Nachdem alles Zuhause war, ging es los 5 Tage – 6 Smoothies am Tag.
Ich machte meine Smoothies immer einen Tag im Voraus, so ging es los am Sonntagabend mit dem fröhlichen mixen. Saft 1 hat den schönen Namen Red Ginger und ist quasi der Frühstücksaft, was sich sicherlich jetzt nicht sehr toll anhört, aber mir hat er geschmeckt und da ich eh gerne deftig frühstücke war dieser für mich so gar kein Problem. Saft 2, welcher auch Saft 3 ist, hat den Namen Green Soul. Lt. Rezept beinhaltet er unteranderem Petersilie und Selleriestangen. Eine, wie ich finde, grausame Mischung. Ab Tag 2 wurde weniger Sellerie, mehr Ingwer und viel viel Limette verwendet und trotzdem für mich der schwierigste Saft. Saft 4, auch Saft 5 heißt Sunrise. Farblich aber eher eine braune Suppe. Geschmacklich mit leichten Abwandlungen aber fast, aber auch nur fast ok. Saft 6 – Milky Sweet – mein Favorit. Für mich schmeckt er wie flüssiger Plätzchenteig. Wegen diesem Saft konnte ich unter Tags meine Heißhungerattaken auf Süßes überleben. Alles in allem, fand ich nur Saft 1 und 6 lecker und trinkbar. Saft 2-5 waren nicht so mein Fall und da die Masse, 6 mal ca. 0,5 l, recht viel war verzichtete ich gerne auf jeweils einen der beiden. Leider hielt ich die Kur, welche bei mir eher als Detox-Kur gedacht war nicht durch. Ab Tag 3 war die Lust auf Kaffee sooooo groß, dass ich alles hinschmiss. Dennoch, 1 Kilo Gewichtsverlust ist auch jetzt nach ca. 3 Wochen geblieben.
Das Fazit

Es war einfach nicht die richtige Kur für uns. Eine solche Kur sollte in meinem Verständnis Spaß machen und sich nicht anfühlen wie eine ungeliebte Pflichtübung. So haben wir nach 3 Tagen das Experiment Saft-Kur-DIY beendet. Unter anderem, weil sie bei mir eine Erkältung angeschlichen hat und ich mich nach einer warmen Suppe sehnte.

Abgenommen habe ich übrigens in den 3 Tagen ein knappes Kilogramm, wovon das meiste nur Wasser sein dürfte. Dennoch war ein ordentliches Kaloriendefizit zu verzeichnen. In so fern…. es schadet der Figur also nicht 😉

3 Tage sind , wie ich festgestellt habe, ein super Zeitraum für eine Saft-Kur, da sie vorbei ist ehe man wirklich darüber nachdenken kann, die Säfte werden nicht so schnell langweilig. 3 Tage fühlen sich machbar an. Doch bereits die Gedanken an Tag 4 und Tag 5 waren für mich eine Qual. Ich bewundere Menschen die so viel Willenskraft haben. Ich habe sie nicht und stehe dazu. 😀

Eingekauft habe ich natürlich für 5 Tage (in Summe ca. 60€) und für die Original-Rezepte mit mehr Zutaten, so dass ich nun noch Unmengen an Gemüse daheim habe. Vor allem Karotten und Gurken habe ich so viele, dass ich mir ein Kaninchen wünschen würde, dass mir hilft die Karotten zu vertilgen. Nun gibt es die nächsten Tage Rohkost noch und nöcher.


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