[DIY] Brotzeitbrett selber brennen

[DIY] Brotzeitbrett selber brennen

Brotzeitbrett selber brennen: Was nun kommt ist ein Weihnachtsgeschenkt von 2016, dass ich für liebe Freunde gemacht habe, inspiriert von dem Geburtstagsgeschenk, dass ich letztes Jahr bekommen habe. Nocheinmal ein dickes DANKE ♥ Ich liebe mein Holzbrett abgöttisch.

Ich finde im Grunde immer ganz einfach Geschenke, denn es ist keine große Kunst. Man hört den Menschen unter dem Jahr zu, lernt ihre Vorlieben kennen und macht sich nicht kurz vor knapp auf die Suche nach etwas passendem, sondern erwirbt die Geschenke im Laufe der Zeit, wenn sie einem über den Weg laufen. So hat man ein super Geschenk zur Hand, wenn so ein Anlass einen überrumeplt.

Neben dem Kaufen ist selber machen die Königsklasse des Schenkens, vor allem wenn die Fähigkeiten ein Wachsmalbild für den Kühlschrank übersteigen.

Das Holzbrett ist für Rita und Franco, die beide gerne zusammen Kochen und gutes Essen zu schätzen wissen. Was passt also besser, als ihnen etwas zu schenken, dass wirklich Gebrauch findet und nicht einfach verstaubt oder nur ausgegraben wird, wenn ich zu Besuch bin (hoffen ich zumindest).

Im Grunde kann man alles, was aus Holz hergestellt und noch unbehandelt ist brennen. Wandbilder, Türschilder, Schmuckkästchen,  Kochlöffel, Sitzbänke, Kleiderschränke … Zeit und Geld sind eure einzigen Limitierungen hier. Doch ein Holzbrett zum Kochen ist einfach super praktisch! Wer hat keines zuhause?

Das Holz

Mein Holzbrett habe ich auf dem Christkindlmarkt gekauft. Ich verschweige nun den Preis, da die Beschenkten hier mitlesen 😀 Aber Holzbretter findet man nicht nur auf Christkindlmärkten, sondern auch im Supermarkt, in Hobbygeschäften oder man bestellt sie online. Dies gilt natürlich auch für andere Holzartikel. Zum Beispiel hier: VBS-Hobbyversand, Buttinette oder etwas spezieller über die Brotzeitbrettl Manufaktur. Wichtig, das Holz muss noch unbehandelt sein. Und mindestens ebenso wichtig: Tut euch selber einen einen Gefallen und sucht ein Brett mit wenig Maserung aus. Zum einen sieht man dann das gebrannte Motiv besser und zum anderen sind die dunklen Stellen im Holz weicher als die hellen, so dass man beim Arbeiten mit dem Brandmalkolben dort stärker einsinkt und Wellen ins Brett mach. Es sieht nicht nur unschön aus, sondern erschwert das Arbeiten erheblich.

Das Werkzeug

Gerade schon erwähnt benötigt man zum Brennen natürlich auch einen Brandmalkolben. Diesen gibt es in diversen Qualitätsstufen. Wer das ganz erst einmal testen, oder nur mal das ein oder andere Geschenk so herstellen möchte, der muss nicht gleich zum Profi Gerät greifen. Ich habe mir einen vergleichsweise günstigen Brandmalkolben von einer Freundin ausgeliehen: klick. Und ja die Bewertungen stimmen, so weit wie ich sie überflogen habe. Das Gerät wird am Griff heiß. Punkt. Es kostet auch schlichtweg nur 15€ inkl. diverser Spitzen. Ich habe einen Topflappen darum gewickelt und mit Haushaltgummis befestigt, so konnte ich ohne Pause 60-90 Minuten arbeiten. Danach taten mir die Finger weh, aber nicht durch die Hitze. Meine Freundin M. von der ich das Gerät geliehen habe löst das Problem mit Alufolie. Gegebenenfalls würde auch Kork funktionieren.

Zum gelegentlichen Brennen und Austesten ist das Gerät in meinen Augen völlig ausreichend. Wer mehr Qualität erwartet muss tiefer in die Tasche greifen: klick oder klick. Mit diesen Brandmalkolben habe ich keine Erfahrung, aber die Bewertungen sind deutlich besser. Welches Werkzeug man benutzt ist jedem selber überlassen. Ich bin mit dem Ergebnis das der 15€ Brennmalkolben zustande gebracht hat durchaus zufrieden.

Die Arbeitsweise

Ehe es an das Brennen ging habe ich mir das Muster mit einem weichen Bleistift auf das Holz gemalt. Mandalas gefallen mir ausgesprochen gut, so dass ich eines eigens für das Holzbrett entworfen habe. Durchaus detailreich, aber auch brennbar. Natürlich bringe ich mit Stift und Papier ganz andere Kunstwerke zustande.

Das Brennen mit dem Brandmalkolben will ein wenig geübt sein. Ich habe mich mit Learning by Doing an das Thema herangetastet und im Laufe der Arbeit diverse Spitzen getestet. Anders als mit einem Stift dauert es länger, die Bewegungen zum Brennen sind langsamer und erfordern je nach Tiefe und Farbe (heller bzw dunkler) unterschiedlich viel Kraft/Druck. Ich würde sagen, dass ich an reiner Arbeitszeit ungefähr 8 Stunden an dem Brett saß. Ohne die Zeit in der ich mein Werkzeug auskühlen lassen musste, um die Spitze zu tauschen.

Das Gerät heizt nach dem Einstecken auf ungefähr 300°C auf (wenn ich das noch richtig im Kopf habe) und mit der Spitze fährt man die zuvor aufgezeichneten Linien nach. Langsam und mit Geduld. Je mehr Druck man ausübt und je langsamer man die Spitze über das Holz bewegt desto tiefer und dunkler warden die Linien.

Der Abschluss

Das fertige Brotzeitbrett habe ich abshcließend noch eingeölt, da ich es ja unbehandelt erworben habe. Hierfür eignet sich Leinöl sehr gut, da dieses nicht ranzig wird. Ich habe ein spezielles Öl zum Einlassen von Holzbrettern, wie es zum Beispiel bei Ikea zu kaufen ist. Wichtig ist, dass das Öl lebensmittelecht ist. Immerhin liegen auf einem Brotzeitbrett die Zutaten für eure Speisen.

 

das gebrannte Brotzeitbrett unbehandelt
das gebrannte Brotzeitbrett eingeölt

Related Posts

[DIY] Glücksteelichter

[DIY] Glücksteelichter

Glücksteelichter: Heute zeige ich euch etwas sehr unscheinbares. Zumindest auf den ersten Blick. <3 Eine Art Glückskeks. Nur ohne Keks. Glückskekse sind ja ein oller Hut mitlerweilen. Das ändert zwar nichts daran, dass ich alle Glückskekszettelchen seit Jahren aufhebe, für den Fall, dass so ein […]

[Saft-Kur] Saft-Kur zum selber machen

[Saft-Kur] Saft-Kur zum selber machen

Saft-Kur: Ich bin wohl der furchtbarste Bloggerin der Welt was Regelmäßigkeit angeht. Dieser Blogpost sollte im Februar erscheinen, aber da ich keine schönen Photos habe, habe ich ein wenig gezögert. ^^ Nun aber doch. Ein Photo hin oder her ändert ja nichts an der Erfahrung […]



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.